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Current-Raft “Bikeraft” – das ideale Packraft?

Ein Packraft ist ein bisschen wie ein Schuh – es muss Dir passen und für Deine Vorhaben geeignet sein. Ich stelle Dir hier ein Boot vor, was ideal zu mir passt. Der Name “Bikeraft” ist in diesem Fall Programm, denn es eignet sich nicht nur toll für normale Packraft-Touren, sondern auch für kombinierte Land-Wasser-Touren mit dem Fahrrad.

Passt das “Bikeraft” zu Dir?

“Welches Packraft kannst Du mir empfehlen?” werde ich häufig gefragt. Dies ist leider ähnlich schwer zu beantworten wie “Welche Kamera soll ich mir kaufen?” – um mal die Analogie zu meiner zweiten Leidenschaft Fotografie herzustellen. Die (zugegeben etwas unbefriedigende) Antwort kann hier eigentlich nur lauten: “Das kommt darauf an…”. Daher möchte ich diesen Blog mal mit ein paar Fragen an Dich beginnen. Kannst Du alle mit JA beantworten und auf der Suche nach einem passenden Packraft für Dich sein, solltest Du Dir den restlichen Blog ebenfalls durchlesen! Denn eines kann ich schon vorwegnehmen: Für mich und auch meine Mutter ist das Bikeraft mittlerweile zu unserem liebsten Packraft geworden:

  • Bist Du bereit, mindestens 699 € für ein Packraft auszugeben?
  • Möchtest Du überwiegend auf ruhigen Gewässern und moderat fließenden Flüssen (max. Wildwasser I-II) unterwegs sein?
  • Bist Du wie ich vielleicht etwas breiter um die Hüften und hast Probleme, in manchen Booten bequem zu sitzen? (Anmerkung: solltest Du dieses Problem nicht haben, ist das Bikeraft natürlich trotzdem für Dich geeignet)
  • Bist Du maximal 1,85 bis 1,90 m groß? (Anmerkung: Sieh dies bitte als Anhaltspunkt – bis zu welcher Körpergröße das Bikeraft geeignet ist, hängt auch von Deiner Beinlänge, Sitzposition und Bein-/Fußstellung ab)
  • Ist Dir ein etwas robusteres Material – vor allem am Boden für gelegentlichen Steinkontakt – wichtiger als ein minimales Gewicht?
  • Planst Du durchaus längere Touren und suchst nach einem möglichst schnellen Packraft?
  • (Optional) Hast Du ein Faltrad und möchtest dieses ebenfalls auf Deinen Paddeltouren mitnehmen? Vielleicht kannst Du Dir diese Option auch irgendwann in der Zukunft einmal vorstellen..

An den Fragen erkennst Du sicher schon, mit welchem Hintergrund dieses Boot entwickelt wurde. Und an dieser Entwicklung durfte ich sogar meine Ideen und Erfahrungen einfließen lassen, was mich natürlich unheimlich gefreut hat. Meine Begeisterung fürs Packraften und insbesondere das Bikeraften brachte Tim und Lisa von Current-Raft nämlich dazu, mich nach meinem “idealen Bikerafting-Boot” zu befragen. Heraus kam 2023 das gleichnamige Packraft, was es nun auch als Serienmodell in ihrem Shop gibt.

Was ist das Besondere am “Bikeraft”?

Diese Frage stellst Du Dir vermutlich, wenn Du das Bikeraft augenscheinlich mit anderen Packrafts vergleichst. Und natürlich ist es nicht so, dass Du nur mit diesem Boot Bikerafting betreiben kannst – oder umgekehrt, dieses Boot ausschließlich fürs Bikerafting geeignet ist. Selbstverständlich kannst Du auch auf anderen Booten ein Fahrrad mitnehmen oder mit dem Bikeraft ohne Fahrrad unterwegs sein! Trotzdem möchte ich Dir an dieser Stelle aufzeigen, welche Vorteile das Bikeraft für seinen namensgebenden Einsatzzweck bietet:

  • Geeignete Länge, um nicht beim Paddeln an das Fahrrad zu stoßen
  • Schön langes Heck, um einen Rucksack oder eine Bugtasche darauf verstauen zu können, ohne beim Anlehnen zu stören
  • Hohe Zuladung, um selbst bei schwereren Paddlern noch ­genügend Auftrieb zu bieten
  • Reichlich und richtig positionierte Befestigungsschlaufen vorn und hinten (idealerweise jeweils vier), um Fahrrad und Tasche sicher zu fixieren
  • Praktische Tragegriffe, die auch bei aufgeschnalltem Fahrrad am Bug und ­Tasche auf dem Heck noch erreichbar sind
  • Möglichst keine oder eine abnehmbare Spritzdecke, um diese nicht mit spitzen Teilen des Fahrrads zu beschädigen

Seine Eigenschaften machen das Bikeraft für mich zum idealen Packraft. Auch Kleinigkeiten wie ein paar Zentimeter mehr Innenbreite können hier entscheidend sein.

Welche Eckdaten des “Bikerafts” solltest Du kennen?

Zudem bietet es – unabhängig vom Bikerafting – einigen Komfort. Dazu gleich mal ein paar Eckdaten:

  • Es hat eine Innenbreite von 41 cm im Sitzbereich, wohingegen viele Packrafts lediglich zwischen 34 und 38 cm bieten. Das klingt nach keinem großen Unterschied, sind bei meiner Statur jedoch die entscheidenden Zentimeter für ein bequemes Sitzen. Die Außenbreite liegt mit 93 cm trotzdem noch deutlich unter der häufigen Grenze von 1 Meter, die auf manchen Flüssen nur erlaubt ist.
  • Mit einer Außenlänge von 245 cm ist es vergleichsweise lang, was zu einer langen Wasserlinie und somit zu einer höheren Geschwindigkeit im Vergleich zu kürzeren Packrafts führt. Positiv wirkt sich dabei auch die leicht schmal zulaufende Bugform aus.
  • Trotz des ausgeprägten Heckbereichs bleiben noch 145 cm Innenlänge, was bei vielen Paddlern auch noch kleines Gepäck vorn im Boot zulässt. Ob dies für Deine Körpergröße/Beinlänge ausreichend ist, kannst Du recht leicht mit einem Zollstock zu Hause herausfinden. Beachte dabei allerdings, dass das Bikeraft vorn etwas schmal zuläuft.
  • Vergleichsweise schmale Tubes mit einem Schlauchdurchmesser von 26 cm (statt häufig 28 cm) halten das Boot trotz größerer Innenbreite schmal und machen das Paddeln sehr angenehm.
  • Ein robuster Boden aus 840D TPU macht das Boot zwar etwas schwerer als manches Ultraleicht-Packraft, gibt jedoch ein gutes Gefühl, wenn es doch mal den einen oder anderen Steinkontakt gibt.
  • Das Material der Schläuche ist mit 210D ausreichend stabil, aber dennoch so leicht, dass das Boot inkl. Rückenlehne und Sitz unter der 3-Kilogramm-Marke bleibt. Erst mit TZIP (dazu gleich mehr) und abnehmbarer Spritzdecke liegt es über 3 kg.
  • Mit einer Traglast von ca. 180 kg ist es ein echter Lastenesel. Insbesondere der lange und breite Heckbereich spielt hier eine wichtige Rolle, was selbst bei einem Körpergewicht jenseits der 100 kg noch keinen übermäßigen Tiefgang bedeutet. Durch dieses “voluminöse Hinterteil” liegt das Packraft ausgewogen im Wasser und schlägt sich auch in kleineren Stromschnellen und leichtem Wildwasser sehr gut.

Auch kräftigere Paddler trägt das Bikeraft zuverlässig auf dem Wasser.

In welchen Varianten gibt es das “Bikeraft”?

Vielleicht verstehst Du nun schon, warum ich das Bikeraft schnell ins Herz geschlossen habe 🙂

Wenn all diese Features auch für Dich interessant klingen, stehst Du nun vor der Qual der Wahl, welches Bikerafts es werden soll. Es gibt dieses Packraft nämlich in vier Modellvarianten:

  1. Bikeraft (699 €)
  2. Bikeraft + TZIP (799 €)
  3. Bikeraft RS (799 €)
  4. Bikeraft RS + TZIP (899 €)

Hier mal die Versionen des Bikerafts mit TZIP (links) und abnehmbarer Spritzdecke (3 rechts) – Quelle: www.current-raft.de.

Die Standardausführung (ohne Reißverschluss und Spritzdecke) ist gleichzeitig die einfachste und leichteste Variante. Sie eignet sich aus meiner Sicht perfekt für Bikerafting-Eintagestouren mit Fahrrad auf dem Bug, Gepäck auf dem Heck und optional vorn im Fußraum. Auch ohne Fahrrad lässt es sich natürlich sehr gut nutzen.

Ein Reißverschluss im Heck ermöglicht das Verstauen von Gepäck innerhalb der Tubes. Ideal für Mehrtagestouren, um das Übernachtungsequipment platzsparend während des Paddelns aufzubewahren.

Soll es für Dich ab und an auf Mehrtagestouren mit einer Übernachtung im Zelt gehen, bietet ein TZIP (ein wasser- und luftdichter Reißverschluss im Heck) eine praktische Möglichkeit, zusätzliches Gepäck wie Schlafsack, Zelt, ISO-Matte und Kleidung innerhalb der Schläuche des Packrafts zu verstauen. Dafür gibt es spezielle Taschen (Tubebags), so dass die Gegenstände nicht hin- und herfallen. An diese Ausrüstung kommst Du zwar nur noch heran, wenn die Luft aus dem Boot ist, dafür hast Du während der Paddeltour mehr Platz im und auf dem Boot, sowie einen tieferen Schwerpunkt durch das Gewicht in den Tubes. Wenn Du diese zusätzliche Verstaumöglichkeit hingegen nicht benötigst, solltest Du bedenken, dass solch ein TZIP natürlich trotzdem entsprechende Pflege braucht und eine potentielle Quelle für Undichtigkeiten werden kann.

RS steht für “removeable sprayskirt” – also eine abnehmbare Spritzdecke mit Spritzschürze. Eine häufige Annahme bei Paddelneulingen ist es, dass man eine Spritzdecke unbedingt benötigt, um nicht nass zu werden. Ich habe jedoch schnell gemerkt, dass sich die Paddeltechnik von Mal zu Mal verbessert und man bald nahezu kein Wasser mehr über die Paddel ins Boot “schöpft”. Ebenso hängt dies von der Länge und Bauform des Paddels ab. Passt jedoch beides, so landet nach meiner Erfahrung schnell kein Wasser mehr vom Paddeln im Boot. Bleibt natürlich noch das Wasser von oben (Regen) oder unten (Stromschnellen/Wildwasser). Beides kommt zwar schonmal vor, hat mich jedoch bisher noch nie so sehr gestört, dass ich mir unbedingt eine Spritzdecke gewünscht hätte. Im Sommer kommt so eine kleine Abkühlung ja durchaus ganz gelegen – und im Winter ist man sowieso durch einen Trockenanzug geschützt. Und keine Angst, selbst ein paar Liter Wasser im Boot lassen es nicht untergehen oder einen selbst im Nassen sitzen. Die Option einer abnehmbaren Spritzdecke ist aber durchaus praktisch, wenn man doch mal auf längeren Touren unterwegs ist und in den Regen kommt, oder viel im Winter fährt und einen gewissen Kälteschutz haben möchte.

Ich selbst präferiere die Standardvariante ohne TZIP und RS. Beides brauche ich auf meinen Halb- oder Ganztagestouren nicht, und so habe ich ein leichtes, schnell zu reinigendes und zu trocknendes Boot, womit ich das ganze Jahr über paddeln kann. Die häufige Angst viele Packraft-Neulinge, dass das Fahrrad das Material des Bootes beschädigen könnte, kann ich entkräften. Sticht nicht gerade ein sehr spitzes Teil des Fahrrads in die Tubes oder die Spritzdecke, geht hier nichts kaputt – schließlich muss das Material im Einsatz noch sehr viel härtere Steinkontakte u.a. wegstecken. Wer jedoch auf Nummer sicher gehen will oder ein Abfärben des Kettenfetts verhindern möchte, legt am besten ein kleines Microfaserhandtuch oder etwas ähnliches darunter. Dies kann später auch gut zum Reinigen des Packrafts verwendet werden.

Wie fährt sich das “Bikeraft”?

Neben all den Features und Eckdaten ist aber natürlich eines am Wichtigsten: das Fahrgefühl. Und dieses ist – wie bei allen Packrafts – sehr stark von verschiedenen Faktoren abhängig:

  • Paddelt man auf einem ruhenden oder fließenden Gewässer
  • Hat man Gewicht/Gepäck vorn auf dem Packraft
  • Welches Paddel und welche Paddeltechnik kommt zum Einsatz
  • Nutzt man eine zusätzliche Finne am Boot

Das “schlechteste” Fahrgefühl bietet ein Packraft nach meiner Erfahrung ohne Finne und Gepäck auf einem See oder Fluss ohne Fließgeschwindigkeit. Gefühlt kommt man nur recht langsam voran und das Boot schwankt mit jedem Paddelschlag recht stark nach links oder rechts. Kommt dann noch Gegenwind hinzu, lässt der Spaß am Paddeln schnell nach. Das soll nicht heißen, dass Packrafts nicht für entspannte Feierabendrunden auf dem See geeignet sind (im Gegenteil, das kann sogar sehr entspannend sein!) – aber ihre Stärken können sie hier nach meiner Erfahrung nicht vollends ausspielen.

Auch auf ruhigen Gewässern – wie hier in einer Klamm – und ohne Gepäck lässt es sich es sich gut mit dem Bikeraft paddeln.

Was für mich hingegen einen “Unterschied wie Tag und Nacht” ausmacht, ist ein wenig Fließgeschwindigkeit (und damit meine ich nicht Wildwasser!) und Gewicht auf dem Bug des Packrafts. Dieses liefert beispielsweise eine Bugtasche oder noch besser ein Fahrrad. Beide Faktoren (Fließgeschwindigkeit und Gewicht auf dem Bug) in Verbindung mit einem minimalen Tiefgang machen das Packraft zum idealen Paddelboot in diesem Terrain. Der Geradeauslauf ist damit um Einiges besser und auch die Geschwindigkeit fühlt sich mit 5 bis 8 km/h an, als ob man mit wenig Kraftaufwand übers Wasser fliegen würde. Dann kommt bei mir so richtig Genuss und Entschleunigung auf, so dass ich am liebsten gar nicht mehr aussteigen möchte.

Hier fühlt sich das Bikeraft (und seine Insassin) pudelwohl – leichte Fließgeschwindigkeit und ab und an eine spritzige Sohlschwelle.

Nun bin ich schon einige Packrafts gefahren, auch mit Fahrrad an Bord. Das Bikeraft war jedoch zugegebenermaßen das bisher schnellste und komfortabelste Modell, was sicher zum Großteil an der Form liegt. Und auch bei einer Zuladung von mehr als 100 kg liegt es noch sehr stabil im Wasser, hat schon diverse Steinkontakte am Boden und an den Tubes gut überstanden und lässt sich auch später auf dem Fahrrad gut transportieren.

Dazu nutze ich ein sehr leichtes Carbonpaddel, was den Spaß und Komfort noch einmal deutlich erhöht. Für mich war es die Investition definitiv wert. Die optionale Finne nutze ich dagegen ehrlich gesagt nur sehr selten, da die meisten Flüsse doch hier und da Untiefen oder Sohlschwellen mit sich bringen. Am Fahrgefühl ändert die Finne allerdings aus meiner Sicht auch wenig (auch ohne Finne ist der Geradeauslauf sehr gut!), lediglich das sofortige Drehen des Booten, wenn ich zu Paddeln aufhöre, kann ich damit verhindern.

Welches Fahrrad passt zum “Bikeraft”?

Diese Frage verdient zwar einen eigenen Blogbeitrag, allerdings möchte ich im Zusammenhang mit dem Bikeraft-Boot trotzdem kurz darauf eingehen. Denn wie ich schon schrieb, ist der vordere Bereich des Packrafts relativ schmal gehalten, was erst einmal nicht unbedingt für eine große Auflagefläche für ein Fahrrad spricht. Für ein großes und schweres Mountainbike mag es auch wirklich nicht die ideale Form haben – da gibt es andere “Lastenesel” mit breiten Tubes und breiter Bugform – jedoch habe ich bei mir selbst und befreundeten Packraftern festgestellt, dass die meisten Bikeraft-Fans früher oder später beim Faltrad landen. Allein das kompakte Packmaß und der schnelle Auf- und Abbau machen es sehr viel angenehmer in der Handhabung. Ein “normales” Fahrrad muss hingegen meist etwas zerlegt werden (Vorder- und Hinterrad ausbauen), um einigermaßen auf dem Boot Platz zu finden. Unabhängig vom Aufwand steht ein solches Fahrrad – ob zerlegt oder am Stück – immer mit irgendwelchen Teilen über den Tubes, was eine besondere Vorsicht bei Hindernissen oder in der Nähe anderer Mitpaddler erfordert. Ein Faltrad hingegen passt ohne störenden Überstand auf das Boot, behindert aber natürlich ein klein wenig die Sicht nach vorn. Das empfinde ich aber nicht wirklich als Einschränkung.

Mein Brompton Faltrad passt ideal vorn aufs Bikeraft. Es drücken keine Teile in die Tubes und unter dem Fahrrad bleibt noch genügend Luft für die Füße oder einen Brotzeit-Sack.

Wir haben uns für Falträder der Marke Brompton entschieden – primär auf Grund des kleinsten Packmaßes am Faltradmarkt, so dass wir sie sinnvoll im Campingbus mitnehmen können. Aber auch andere Falträder, z.B. von Tern, eignen sich natürlich sehr gut zum Bikerafting. Mehr zu unseren Falträdern und sinnvollem Zubehör jedoch in einem separaten Blog.

Auch an Land funktioniert die Kombination optimal. Sämtliche Paddelausrüstung kann auf dem Faltrad verstaut werden, so dass der Rücken beim Radeln angenehm frei bleibt.

Kann ich das mal selbst ausprobieren?

Solltest Du den Artikel bis hierhin gelesen haben und ich Dein Interesse am Bikeraft (Boot und Sport) geweckt haben, dann probier das Ganze doch einfach mal selbst aus. Das Bikeraft kannst Du bei Current-Raft einfach mal für ein Wochenende zum Testen ausleihen. Durch das kleine Packmaß funktioniert das perfekt per Post. Ein Teil der Leihgebühr wird bei einem späteren Kauf sogar angerechnet. Und auch Falträder lassen sich bei verschiedenen Anbietern in Deutschland mieten.

Ich selbst bin nun schon mit vielen Freunden und Bekannten auf Tour gegangen, die vorher noch nie in einem Packraft gesessen haben. Die Allermeisten waren begeistert, wie leicht und klein diese Boote sind, sich auf dem Wasser aber trotzdem stabil und komfortabel fahren lassen. Also, worauf wartest Du? Probier es doch einfach auch mal aus!

Übrigens, ganz entscheidend für den Paddelspaß ist auch die Wahl der Tour. Ich habe schon sehr viel Zeit damit verbracht, schöne Flusstouren zu finden, die möglichst etwas Fließgeschwindigkeit abweisen, wenige bis keine Hindernisse zum Umtragen mit sich bringen und wundervolle Natureindrücke versprechen. 20 dieser Touren habe ich in meinem Buch “Kanutouren – Deutschland zu Genießen” ausführlich beschrieben. Viele davon sind auch bestens für eine Bikerafting-Rundtour geeignet – also schau gern mal rein (zur Leseprobe)!

 

Hinweis: Im Rahmen der gemeinsamen Entwicklung und Tests des “Bikerafts” haben wir einen Prototypen sowie ein Exemplar des Serienmodells seitens Current-Raft kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommen. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf mein Urteil zu diesem Boot, welches ich Dir in diesem Blog geschildert habe.

8 Kommentare
  1. Michael Otto sagte:

    Hallo, ich bin durch das Buch aufmerksam auf das Bikeraft gekommen und finde die Idee toll. Wir haben ebenfalls ei Brompton und haben dieses vor einigen Jahren elektrifiziert. Leider. Gibt es irgendwo wasserdichte Packsäcke für das Brompton? War das im Video ein Rückspiegel? Und wo gibt es die Lenkertrinkflasche? Ich freue mich schon jetzt auf Band zwei. Uns hat das Buch sehr gut gefallen. Mach weiter so!!
    Vielen Dank für die Rückmeldung.
    LG Petra und Michael Otto

    Antworten
    • Katja Seidel sagte:

      Hallo ihr beiden,
      das freut mich sehr zu hören, dankeschön! Leider kenne ich keine wirklich wasserdichten Packsäcke fürs Brompton, aber vielleicht kann hier ja ein erfahrener Händler wie FaltradXXS oder so weiterhelfen? Ich würd da einfach mal anrufen… Und ja, im Video war ein Rückspiegel zu sehen. Das ist der “THE BEAM – CORKY URBAN”. Und die Trinkflasche ist eine Fidlock-Flasche mit Magnethalter. Ziemlich genial die Dinger! Den Halter haben wir einfach mit Kabelbindern an der Lenkstange befestigt.
      Und danke für die Rückmeldung zum Buch. Band 2 ist in Arbeit 🙂
      LG, Katja

      Antworten
      • Michael Otto sagte:

        Hallo,erst heute habe ich gesehen, dass du mir geschrieben hast. Vielen Dank für deine Antwort. Ich werde mir die beiden Sachen genauer anschauen. Im nächsten Jahr wollen wir uns voraussichtlich ein derartiges Boot zulegen, natürlich für jeden eins. LG Petra&Michael

        Antworten
    • Conny Ulm sagte:

      Habe auch das Buch gelesen und finde es einfach toll. Katja, ich bin schon sehr auf den zweiten Band gespannt. Derzeit fahre ich ein Faltkajak von Oru und bin damit sehr zufrieden auf Seen. Ein Fahrrad mitzunehmen geht wegen Platzmangel und Max Gewicht leider nicht. Ich habe auch ein e-Brompton welches ich mit dem Bikeraft mitnehmen würde. Zum Transport dachte ich an eine Dimpa IKEA Tasche. Ja sie ist nicht wasserdicht sollte aber vor Spritzwasser einigermassen schützen. Das E-Brompton kann man ja auch bei Regen fahren, ein paar Wasserspritzer sollten also möglich sein. Nur den Akku würde ich in einen Dryback packen und denn Controller am Rad vor dem losfahren gut trocken wischen (falls dort einwenig Wasser sein sollte) oder auch einen Plastiksack drauf machen.
      Ich plane mir nächstes Jahr ein Packraft auszuleihen oder in Frankfurt einen Kurs zu machen. Falls das positiv verläuft werde ich bestimmt mal die eine oder andere Tour aus deinem Buch nachfahren Katja. Die Touren im Spreewald sind vielleicht auch mit meinem Oru Kajak möglich sein.
      LG Conny

      Antworten
      • Katja Seidel sagte:

        Liebe Conny,
        auch Mensch, das ist ja schön zu hören! Die DIMPA Tasche hatten wir uns auch zu Beginn geholt. Das Brompton passt zwar ganz gut rein, aber es ist schon etwas fummelig. Und ich hatte nicht das Gefühl, dass die Tasche viele Rein- und Raushol-Manöver übersteht. Das Material ist halt sehr dünn. Bzgl. Spritzwasser ist es ja beim normalen Bromptop eigentlich ähnlich – Wasserspritzer oder auch mal nen kleinen Schwapp sollten alle Fahrräder (auch eBikes) vertragen, nur komplett unter Wasser tauchen (beim Kentern) wäre vermutlich auch für die Lager eines Nicht-eBikes nicht so förderlich. Aber klar, Akku rausnehmen und wasserdicht verpacken ist sicher sinnvoll! Ich denke, für dein Boot sollten doch einige Touren aus dem Buch geeignet sein, nicht nur die im Spreewald. Sind ja keine speziellen Packraft-Touren, nur sind wir sie halt damit gefahren 🙂
        LG und viel Spaß noch auf dem Wasser!
        Katja

        Antworten
        • Conny Ulm sagte:

          Liebe Katja
          Stimmt habe auch noch ein paar Andere von deinen Touren im Auge für mein Oru 😉 es sollten nur keine Stromschnellen oder zuviel Totholz vorhanden sein, da „Bodenberührung“ doch evtl zu Löchern in meinem Rumpf führen könnten. Ich bin mir da unsicher wieviel oder wenig mein Oru verträgt. Bisher durfte es nur auf einigen Schweizer Seen und der Reuss paddeln. Letztere erst hochfahren bis die Strömung zu stark wurde und dann gemütlich zurücktreiben lassen. Herrlich ❤️
          Ja die Lebensdauer der Dimpa Tasche sieht wirklich kurz aus, aber dafür ist sie sehr günstig. Ich habe auch in einem Vlog in Taiwan gesehen, dass das Brompton nur in ein wasserfestes Tuch eingeschlagen wurde und so aufs Packraft geschnallt wurde. Das sah eindeutig einfacher aus und würde zugleich auch das Bikeraft schützen. Allerdings habe ich keine Ahnung wo man so etwas in der passenden Grösse kaufen könnte.

          Dir auch weiterhin viel Spass beim Paddeln, bei diesem Wetter im September ist das ja einfach nur Genuss 😍
          LG Conny

          Antworten
      • Michael Otto sagte:

        Hallo, vielen Dank für den Hinweis. Ich werde mich in naher Zukunft mal genauer informieren. Ich habe schon einiges gesehen, aber die Abmessungen sind nicht so gut. Aber wer suchet, der findet. Es ist ja noch etwas hin bis zur nächsten Packraftsaison. Bis dahin liebe Grüße.
        Petra & Michael

        Antworten
    • Conny Ulm sagte:

      Hallo Michael
      Ich bin gerade bei Art-Outdoor über einen 90L Drybag gestolpert mit der Grösse 60x90cm. Da könnte ich mir vorstellen das ein e-Brompton reinpasst. Das müsste man mal ausprobieren.
      LG Conny

      Antworten

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